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#1 Warum macht uns das Älterwerden Angst?

Für die meisten Menschen ist es einfach Thema, wenn die Falten mehr werden, die Haare grau und die Lebenszeit gefühlt immer schneller vergeht, wir hingegen aber immer langsamer und weniger leistungsfähig werden.

 

Dann verschwenden wir auch noch kostbare Lebenszeit mit endlosen Emotions- und Gedankenspiralen um dieses leidige Thema. Wie viel Zeit bleibt mir noch? Was fange ich damit noch sinnvoll an und möchte ich noch erleben? Wie entkomme ich der Einsamkeit? Den Abschieden? Den körperlichen Folgen des Älterwerdens? Und so weiter...

 

Für viele steht fest - Ab 50plus kann es nur noch bergab gehen

Solche oder ähnliche Negativgedanken beschleichen uns, wenn wir in den Emotionen feststecken: Mit 50plus führt unser Weg nicht mehr aufwärts, und es wartet nicht mehr viel Neues auf uns. Ab der gefühlten Lebensmitte geht’s nur noch bergab.

 

Emotionen vs. Bedürfnisse

Je älter wir werden, desto schwieriger wird der Umgang mit den Emotionen, besonders mit der Angst. Denn zu unseren Prägungen und alten Erfahrungen gesellen sich nun auch noch altersbedingte Emotionen.

 

Dabei ist der Alltag allein schon herausfordernd genug. Vielleicht sitzt du hier emotional nicht nur zwischen den „Jungen und den Alten“, sondern auch zwischen den Bedürfnissen „der eigenen Tochter und der Mutter/dem Vater“, oder du bist sehr mit der beruflichen Sandwich Position vertraut. In all diesen Situationen geht es immer um die eigenen Bedürfnisse vs. die der anderen. In diesem Kreislauf der Überforderungen geraten unsere Wünsche in den Hintergrund, und die Emotionen erhalten zu wenig Raum.

 

Diese inneren Baustellen sind für unser Umfeld nicht sichtbar und erzeugen viel Leidensdruck in uns. Niemand sieht, wie wir in unseren Gefühlen feststecken. Ein Teufelskreis, wenn du davon nichts zeigen oder abgeben kannst.

 

ABER - umso eher könnte sich der Wunsch manifestieren, da mal Klarheit rein zu kriegen. Denn länger als nötig willst du dich mit diesen Emotionswindungen bestimmt nicht rumplagen.

 

Gegen Falten gibt es Cremes, gegen graue Haare Färbemittel, aber Emotionen lassen sich nur bedingt überschminken.

Auf Dauer können wir unseren Gefühlen nicht entkommen.

 

Warum den Emotionen also nicht mal entgegengehen und ihnen den Schrecken nehmen?!

 

Wenn du dir deine Ängste anschaust, erscheinen sie gleich nicht mehr übergroß, und du kannst nicht nur FREIER atmen.

Wie fühlt es sich für dich an, wenn du Sorgen mit einer Freundin/einem Freund teilst?

Meist erleichtert, oder ... ? :)

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